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Auf nach Mechelen: Die Brass Band Hörhausen in Belgien

Es ist Donnerstagabend. Die Brass Band Hörhausen trifft sich zur letzten Probe auf heimischem Boden. Nochmals gut proben und um 22:30 Uhr fällt der Startschuss: Instrumente und Schlagzeugmaterial werden im Car verstaut, bevor die Reise in die Nacht hinein Richtung Belgien beginnt.

Die Vorbereitung auf die Vlaams Open Brass Band Kampioenschap war intensiv, das zeigte schon der Weg hierher: Mentalcoaching mit Nicole Wackernagel und die musikalische Begleitung durch Andreas Burri, eine der prägenden Figuren der deutschsprachigen Brass Band Szene, liessen bereits erahnen, welches Niveau uns in Belgien erwarten würde.

Via Basel, die Vogesen und Luxemburg erreichten wir nach zehn Stunden Fahrt um 09:00 Uhr morgens die belgische Hauptstadt. Es war ein herrlicher Moment, in den Tag hineinzufahren und zu beobachten, wie die Welt bei einem goldenen Sonnenaufgang erwacht.

In Brüssel tauchten wir bei einer spannenden Stadtführung in die Geschichte des Landes ein. Historische Prachtbauten, kopfsteingepflasterte Plätze und der Duft von warmen Waffeln stimmten uns auf ein Land ein, das vielen von uns bis dahin noch unbekannt war.

Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Mechelen, dem Austragungsort des Wettbewerbs. Im top ausgestatteten Probelokal der Brass Band Hombeek durften wir Gastrecht geniessen. Ein letztes Mal hiess es: Übergänge präzisieren, Intonation feinjustieren, ein gemeinsames, sicheres Gefühl für den grossen Auftritt entwickeln.

Nach einem kurzen Fussmarsch mit schwerem Gepäck durch die wunderschöne Altstadt von Mechelen bezogen wir unser Hotel. Die Stadt überraschte uns mit ihrem historischen Charme, den Museen und den lebhaften Gassen. Der Abend fand seinen Ausklang im örtlichen Brauhaus, wo wir beim Nachtessen mit belgischen Bierspezialitäten auf die kommenden Herausforderungen anstiessen.

Schon bald hiess es jedoch: Ab in die Betten. Die Ruhe vor dem Sturm einkehren lassen, um am nächsten Tag mit voller Energie und Leidenschaft auf der Bühne zu stehen.

Nun ist er da, der Wettbewerbstag, der Weg zum Konzertsaal führte uns erneut durch die historischen Gassen von Mechelen, doch diesmal galt unser Blick nicht den Fassaden, sondern dem Ziel. Der Vlaams Open ist kein gewöhnlicher Wettbewerb, das ist ein Brass Band Wettbewerb wo sich renommierte Brass Bands aus ganz Europa einer hochdotierten Jury stellen und mittendrin die Brass Band Hörhausen. 

Es ist 14.00 Uhr und die Brass Band Hörhausen muss, darf den Wettbewerb im historischen Konzertsaal Stadsschouburg Mechelen eröffnen. In der Jury sitzen Jan de Hahn, Christophe Jeanbourguin, und Margaret Antrobus.

Mit dem Eröffnungsstück Fanfare for the Best von Thomass Doss gelang uns schon ein sehr guter Start.

Nun folgte das Selbstwahlstück Albinus vom Schweizer Komponisten Etienne Crausaz, und anschliessend das Teststück Cityscape von Jan Hadermann. Es war eine Freude auf dieser Bühne zu spielen, ein überragender Frontmann Daniel Gubler, Solisten vom Feinsten und eine Band die richtig zusammenwuchs. Mit einem richtig guten Gefühl durften wir die Bühne verlassen und den Wettbewerb geniessen.

Am Abend an der Rangverkündigung in der historischen Markthalle war die Freude überwältigend, als es hiess:» Spezialpreis für das bestgespielte Teststück, Brass Band Hörhausen,» und Platz zwei über den ganzen Wettbewerb nur einen Punkt hinter Europameister 2024 der Brass Band Sklepucini aus Litauen…….da darf gefeierte werden. Die Rückreise am Sonntag bei herrlichem Wetter durch eine wunderschöne Landschaft und einem überraschenden Empfang zu Hause, durch Freunde und Familien mit Transparent und Schweizerfahnen war schlicht herzergreifend. Mit einem Riesendank an unseren Dirigenten Daniel Gubler, alle Organisierenden, dass die Brass Band Hörhausen so etwas vorbereiten und erleben durfte.